🎧 77. Folge: „Manchmal könnte ich ausflippen vor Wut"
Shownotes
Du erfährst:
- Warum ein kurzer Gang zur Toilette manchmal die wirksamste Interventionstechnik überhaupt ist
- Wie du mit Dissoziationstechniken emotionale Distanz zu überwältigenden Situationen aufbaust, ohne wegzulaufen
- Warum es hilft, mit deiner Wut zu tanzen, statt gegen sie anzukämpfen
- Wie ein Muster aus der Kindheit bis heute bestimmen kann, welches Gefühl du zeigen darfst und welches nicht
- Warum Wut bei vielen Menschen, gerade bei Männern, ein Gefühl beschützt, das noch verletzlicher ist-
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Mehr über die NLP-Practitioner-Ausbildung – lerne, deine Gefühle und Gedanken so zu steuern, dass du deine Ziele erreichst: https://www.wildwechsel-nlp.biz/nlp/systemische-ausbildung-zum-nlp-practitioner-coach/
Herzlichst
Susanne
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00:00:03: Manchmal könnte ich einfach ausflippen vor Wut.
00:00:07: Paul sagt das mit gesenktem Blick, auch gar nicht stolz sondern kurz vorm Haus flippen.
00:00:14: aber irgendwie merkt man er schämt sich auch dafür.
00:00:18: Sein Chef hat ihn zu mir ins Gutsching geschickt weil es immer wieder eskaliert im Betrieb.
00:00:25: Er ist Geschäftsführer ständig Konflikte mit dem Betriebsrat hohe Fluktuation.
00:00:30: drei Führungskräfte haben allein im vergangenen Quartal sein Team verlassen, zweiter von explizit wegen ihm.
00:00:39: Was dann in den nächsten Wochen im Coaching passiert überrascht selbst Paul denn unter all der Lautstärke liegt ein Gefühl das er wahrscheinlich gar nicht erwartet hätte.
00:00:53: manchmal ist Wut nämlich gar nicht dass wo nach es aussieht.
00:00:58: und wenn du das auch kennst dann lade ich dich ganz herzlich ein.
00:01:02: Die Folge erscheint genau einen Tag, bevor die Kompaktausbildung zum NLP-Practitioner Coach startet.
00:01:11: Die beginnt am sechzehnten September und da lernst du genau das wie du deine Gedanken und Gefühle so steuerst dass du deine Ziele erreichst, dass du also im Büro nicht ständig Konflikte hast, dass Du privat nicht immer wieder Deine Beziehungen belastest weil Du Dich in Ton verkreibst, Weil du Dinge tust, wo du dich danach selber fragst.
00:01:35: was ist da denn in mich gefahren?
00:01:38: Wenn das für dich interessant klingt dann lade ich Dich ein.
00:01:42: Geh gleich auf meine Website NLP Practitioner und Coach Und spring noch schnell in die Ausbildung rein Steuerlich absetzbar in aller Regel Also... Das Finanzamt beteiligt sich an dein beruflichen Erfolg Was ja irgendwie auch nett ist.
00:02:02: Ich freue mich, wenn das dich dabei unterstützt eben beruflich den längst verdienten Erfolg zu haben.
00:02:10: also komm in die Ausbildung dann verbringen wir die nächsten vier Monate zusammen und ich verspreche dir schon Weihnachten wird die Welt ganz anders aussehen.
00:02:22: aber nun erstmal herzlich willkommen im wildcast deinem coaching podcast.
00:02:28: Ich bin Susanne Lapp, die Gründerin von Wildwechsel dem NLP-Institut für Persönlichkeitsentwicklung.
00:02:36: Hier in diesem Podcast bekommst du keine Theorie sondern echte Coachingpraxis!
00:02:41: Ich nehme dich mit in meine Sitzungen zu den Momenten, in denen sich für meine Klientinnen und Klientin wirklich etwas verändert.
00:02:52: Das Thema der heutigen Folge begegnet mir an meiner Arbeit mit Führungskräften ständig Menschen, die im Grunde ihres Herzens fair sein wollen.
00:03:02: Die ihre Leute eigentlich schätzen und die trotzdem immer wieder laut werden – zu laut!
00:03:08: Und sich danach fragen was da eigentlich gerade mit ihnen passiert ist?
00:03:15: Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Führungsalltag oder hast schon mal erlebt wie dir jemand gegenübersteht der plötzlich explodiert und du dich fragst wo diese Wucht eigentlich herkommt.
00:03:30: Wenn du das kennst, dann ist diese Folge für dich!
00:03:34: Mein Klient heute ist Paul Geschäftsführer einer Gebäudereinigungsfirma.
00:03:39: Sein Vorgesetzter hat ihn dieses Coaching nahegelegt.
00:03:43: wenn ich auferlegte wegen genau dieser Wutausbrüche Was in den folgenden Sitzungen passiert erzähle ich dir jetzt.
00:03:58: verärgert, weil sein Vorgesetzter ihn zu mir geschickt hat mit dem Hinweis er solle mal etwas an seiner Wut thematik machen.
00:04:07: Wie Paul es nennt.
00:04:09: Verärgern auch, weil es in letzter Zeit wiederholt zur lautstarken Auseinandersetzung gekommen ist – Mit den Betriebsraten und Mitarbeitenden!
00:04:19: Mein Chef stellt sich gegen mich, sagt
00:04:21: Paul.".
00:04:22: Und der Betriebsrat und meine Leute sind auch einfach so empfindlich, pingelig geradezu.
00:04:32: Dann nach einer kurzen Pause ergänzt er – wobei ich schon eingestehen muss – dass sich denen eine Angriffsfläche biete!
00:04:41: Und genau deshalb sitzt er jetzt vor mir?
00:04:44: Ich möchte was an meinem Temperament ändern, sagt er.
00:04:48: Es soll nicht mehr so oft zu diesen lautstarken Diskussionen
00:04:52: kommen."
00:04:53: bei denen die Wortwahl auch nicht immer, sagen wir mal in ein Mädchenpensionat passen würde.
00:05:02: Ich lade Ihnen ein mir ein zwei konkrete Situation zu schildern.
00:05:08: Paula zählt von einer gemeinsamen Sitzung mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung.
00:05:13: Er teilt sich die Geschäftsführung mit einem Co-Geschäftshörer.
00:05:17: Es ging um die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung.
00:05:22: Viele hatten sich kritisch zu den Arbeitsbedingungen geäußert.
00:05:26: Im Sommer sei es in dem Büros viel zu heiß, es fehlte an Verschattung und Klimaanlagen.
00:05:32: Der Betriebsratsvorsitzende – nennen wir ihn Herrn Meier – berichtete er habe die Mitarbeitenden aufgefordert eigene Temperaturmessungen vorzunehmen um zehn Uhr und um vierzehn Uhr.
00:05:46: Das habe ich als den vollen Verrat empfunden, sagt Paul das da in Anführungsstrichen hinter meinem Rücken Temperaturen gemessen werden.
00:05:56: Er hat Herrn Meier daraufhin nach seinen Worten sehr lautstark seine Einschätzung dazu mitgeteilt, dann hatte das Meeting abgebrochen den Betriebsrat quasi rausgeschmissen aus dem Boot – Mit dem Hinweis er müsse das erst einmal sacken lassen!
00:06:18: Unbemerkt blieb das nicht, der Betriebsrat informierte die Belegschaft über den Vorfall und auch Pauls Vorgesetzten.
00:06:27: Der eben bat daraufhin um Rücksprache!
00:06:32: Und dann ist da noch eine zweite Situation.
00:06:35: erzählt Paul – der Leiter seines Finance Departments, sein Chefbuchhalter hat er neulich Auch lautstark Inkompetenz unterstellt, weil aufgrund eines Missverständnisses Compliance-Auflagen nicht rechtzeitig erledigt wurden.
00:06:54: Während Paul mir das schildert merke ich wie er allein beim Erinnern noch einmal so richtig wütend wird.
00:07:02: Gleichzeitig ist ihm selber völlig klar – so geht es eigentlich nicht!
00:07:07: Ich frage Paul als erstes nach seiner Erfahrung mit Persönlichkeitsentwicklung, mit Coaching.
00:07:15: Er berichtet das er in dieser Richtung noch gar nichts gemacht hat und deshalb sensibilisiere ich ihn dafür dass es möglicherweise ein wenig länger dauern kann, dass wir also mit einer Stunde wahrscheinlich nicht auskommen werden!
00:07:33: Grundsätzlich von den ressourceorientierten Verfahren über die symptom orientierte Verfahren hin zu den Ursache-orientierten Verfahren arbeiten.
00:07:45: Wir erhöhen also Schritt für Schritt die Intensität der Transformation, sodass wir uns da ganz langsam rantasten.
00:07:54: Im ersten Schritt leide ich ihn ein und frage Ob es für ihn sinnvoll wäre, wenn wir daran arbeiten würden dass er sich in den Momenten in denen der merkt das er sich nicht mehr im Griff hat selbst aus der Situation entfeiern kann und zwar bevor er laut und ausfallend wird.
00:08:15: Er schaut mich mit großen Augen an Susanne ich kann doch nicht einfach aufstehen und gehen!
00:08:19: Das würde ich zwar manchmal gerne aber das würde doch wieder nur Theater- und Rederei geben.
00:08:25: Das stimmt sage ich außer Du entschuldigst dich, weil du eben einmal auf die Toilette musst, austreten Hände waschen.
00:08:34: Das kann dir niemand vorwerfen!
00:08:37: Und dann schließt du dich auf dem WC so lange ein bis du wieder den Eindruck hast Dich im Griff zu haben.
00:08:45: Schaut mich einen Moment verblüfft an weiß nicht recht ob ich es ernst meine.
00:08:50: Dann sagt er das wäre tatsächlich eine gute erste Idee.
00:08:56: hätte Ich dass in dem Meeting mit dem Betriebsrind gemacht würde ich jetzt wahrscheinlich nicht hier sitzen.
00:09:02: Prima, dann lass uns das doch gleich einmal üben damit du es beim nächsten Konflikt wirklich abrufen kannst!
00:09:11: Also machen wir ein Rollenspiel.
00:09:13: zunächst spielt Paul den Betriebsratsvorsitzenden und ich spiele ihn – Paul Der Hintergrund davon?
00:09:20: Er soll sich die Situation erst einmal mit einem gewissen Abstand anschauen können quasi von außen.
00:09:28: Er gibt also den Betriebsratsvorsitzenden und setzt mich in meiner Rolle als Paul davon in Kenntnis, dass er die Temperatormessung angeregt hat.
00:09:37: Und die Mitarbeitenden das jetzt auch schon seit zehn Tagen machen!
00:09:42: Ich spüre wie die Wut immer hochkocht und sage Herr Meier Entschuldigen Sie ich muss gerade mal kurze Hände waschen.
00:09:49: Dann erhebe ich mich und verlasse ruhig ohne die Tür zu knallen den Raum.
00:09:55: Draußen sammle ich mich ein Moment und komme ruhig wieder hinein.
00:10:02: Das wiederholen wir zwei, drei Mal in dieser Konstellation.
00:10:05: dann als Paul den Eindruck hat er weiß gut wie es geht wechseln wir die Rollen.
00:10:11: Ich gebe jetzt dem Betriebsratsvorsitzenden und Paul entschuldigt sich in dem Moment, indem es für ihn kritisch wird dass er eben kurz sich die Hände waschen muss steht ruhig auf verlässt ruhig den Raum schließt ruhig die Tür sammelt sich draußen ein dann einen Moment um dann noch ruhiger wieder herein zu kommen.
00:10:34: Als er dann wieder vor mir sitzt atme der Eimer tief aus.
00:10:38: Mensch bin ich erleichtert.
00:10:40: das ist ja wirklich schon mal etwas was funktionieren könnte.
00:10:43: Ich habe mir nämlich echt gedankt gemacht, was passiert wenn der Meier wieder vor mir sitzt und wieder so unmögliche Ideen hat.
00:10:52: Wir besprechen noch ein paar weitere Bausteine das es hilfreich sein kann sich dann eben im WC einzuschließen und dort ganz langsam unbewusst zu gehen Sich dabei zurecken und zu strecken weil das überraschend schnell beruhigend auf das Nervensystem wirkt dass er außerdem versuchen soll, einmal am Tag fünfzehn Minuten spazieren zu gehen und zwar in einem ruhigen Tempo.
00:11:20: Es geht da gar nicht darum sportlich unterwegs zu sein oder irgendwelche Rekorde zu brechen sondern schlicht darum das sich sein Nervensystem beruhigt, dass es runterfährt.
00:11:33: Dann besprechen wir noch, dass ist generell eine gute Idee ist Kaffee und Alkohol wegzulassen wenn man ohnehin schon sehr hochgefahren.
00:11:42: Das erzähle ich ihm einfach so ohne tiefer in seine Konsumgewohnheiten einzusteigen.
00:11:50: Wir vereimern noch den nächsten Termin, dann verabschiedet sich Paul mit den Worten er sei schon jetzt ganz gespannt darauf das alles einmal auszuprobieren!
00:12:07: Zwei Wochen später sitzt er entsprechend vor mir und berichtet, dass es mit der Musterunterbrechung schon ganz gut funktioniert hat.
00:12:15: Das freut ihn!
00:12:17: Und gleichzeitig treibt ihn etwas um – er könne ja nicht dreimal pro Meeting aufstehen.
00:12:36: bisschen sperriges Wort, aber dahinter verbörgen sich NLP-Technikenformate die wirklich gut funktionieren.
00:12:47: Weil sie es ihm ermöglichen innerlich auf Abstand zu gehen wenn er merkt dass ihn seine Gefühle, seine Wut zur überwältigen Drohne und zwar ohne das er dafür den Raum verlassen muss.
00:13:01: Dissoziation heißt im Wortsinn sich von sich selbst zu entfernen.
00:13:07: Die Soziation gibt es als klinische Diagnose, wenn man sich von dich selbst entfernt ohne es steuern zu können – das fühlt sich doof an!
00:13:16: Gleichzeitig ist es im NLP aber auch die Beschreibung einer Intervention indem man sich willentlich von einer Situation oder einem Befühl entfernt damit die emotionale Wucht ein eben nicht überflutet und nicht überschwemmt sondern gut aushaltbar bleibt.
00:13:36: Deshalb ist Dissoziation immer eine hilfreiche Technik, wenn man es mit Gefühlen zu tun hat die sich irgendwie als zu viel anfüllen sei es Trauer, Schuldgefühle oder eben wie im vorliegenden Fall Wut.
00:13:51: Heute würde ich dir gerne ein, zwei Dissoziationstechniken beibringen", sage ich also zu Paul.
00:13:58: NLP-Technik diest die ermöglichen nicht wie beim letzten Mal äußerlich auf Distanz zu gehen sondern innerlich.
00:14:06: Paul nickt zustimmt?
00:14:08: Ich erkläre ihm dass es mindestens zwei gute Möglichkeiten gibt sich innerlich zu dissoziieren und das es Sinn macht beide einmal auszuprobieren!
00:14:19: In der NLP Practitioner Ausbildung unterricht ich noch einige mehr, weil eben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Favoriten haben was besonders gut für sie funktioniert.
00:14:32: Deswegen macht es Sinn da ein paar mehr im Werkzeugkasten zu haben.
00:14:36: aber ich denke mit Paul fange mal mit zwei an.
00:14:41: das klingt spannend bestätigt er.
00:14:44: wie würden wir das machen?
00:14:46: Bei der ersten Technik, der sogenannten Leinwand-Technik stellst du dir vor das du in einem großen Kino sitzt, fahre ich fort.
00:14:55: Wir sind hier in Frankfurt deshalb nehme ich als Beispiel das Cinema am Eschenheimator und da den größten Saal, den es dort gibt.
00:15:04: Paul kennt das Kino und ich lade ihn ein sich vorzustellen dass er ganz hinten Platz nimmt In der letzten Reihe Während auf der Leinwand also ganz weit vorne genau der Film abläuft, den er gerade erlebt.
00:15:20: Dass er mit seinem Co-Geschäftshörer und einigen anderen im Besprechungsraum sitzt und darüber diskutiert wie sie mit den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung umgehen wollen.
00:15:33: Währenddessen schaut er sich aus der letzten Reihe dabei zu Und es ist natürlich ein Avatar, der aussieht wie er sich bewegt wie er aber nicht eher isst.
00:15:44: Weil er sitzt ja am Zuschauerraum also wie ein Avatar auf der Leinwand so agiert wie er es sonst üblicherweise tut.
00:15:55: Ich frage Paul ob er das soweit nachvollziehen kann?
00:15:58: Er nickt.
00:16:00: Dann weiß ich ihn noch darauf hin dass zwischen der leinwand auf der gleiche der film laufen wird und dem Zuschauerraum, in dem er sitzt – eine dicke, fette Panzerglaswand installiert ist.
00:16:12: Und zwar so dass diese ganzen aufwührenden Energien die Vorschläge des Betriebsrats, die er da als Eloyal empfindet ihn nicht erreichen können!
00:16:22: Und auch sein Gefühl von ausgeliefert sein, von Hilflosigkeit, von dem er zwischendurch berichtet hatte wird von diesem Panzerklas abgefahren.
00:16:31: Er kann also ganz hinten im Kino sitzen Und in aller Ruhe entspannt den Film anschauen.
00:16:40: Ich frage Ihnen, ob er bereit wäre das einmal auszuprobieren?
00:16:44: Das bejaht er und vorab frage ich ihn noch auf einer Skala von null bis zehn.
00:16:49: Null bedeutet keinerlei Belastung.
00:16:52: Zehn bedeutet absolute Obermega volle Hölle.
00:16:55: Wo würdest du dich denn gerade einsortieren?
00:16:58: Er antwortet mit einer klaren Acht Er müsse nur an den Betriebsratsvorsitzenden denken und schon bekämer Puls.
00:17:07: Okay, ich bedanke mich für diese Offenheit!
00:17:10: Dann leide ich ihn eben ein sich in seiner Vorstellung in den Kinosaal zu begeben, in die letzte Reihe die Panzerglaswand zwischen ihm und der Leinwand zu installieren.
00:17:22: und sobald dies geschehen ist starten wir den Film.
00:17:26: Sobald den Paul wieder eine leichte Erregung aufkommen will, ich merke das daran, dass er die Fäuste bald schwerer atmet.
00:17:34: Bisschen rot wird im Gesicht.
00:17:36: Lade ich ihn ein sich immer wieder klar zu machen – Das was er da auf der Leinwand sieht ist lediglich ein Avatar!
00:17:44: Sid sieht aus wie er agiert wie er aber is nicht eher weil er sitzt ja in aller Gemütsruhe ganz hinten in der letzten Reihe des Kinosaals Und es hat in gewisser Weise alles gar nichts mit ihm zu tun.
00:18:01: So kann er die Gefühle von Erregung, Verärgerung und Hilflosigkeit ganz bei diesem Avatar lassen!
00:18:09: Nachdem wir das Drei-Vier mal geübt haben sehe ich wie er sich deutlich entspannt.
00:18:15: Sein Muskeltonus sinkt seine Atmung läuft wieder gleichmäßiger und ich frage ihn wo auf der Skala von Null bis Zehn er jetzt ist?
00:18:26: Eine solide Sex lautet seine Antwort.
00:18:29: Dann biete ich ihm an, dass wir noch eine zusätzliche Stufe ausprobieren – eine die für manche nicht so gut funktioniert aber für andere ist ja ein echter Gamechanger!
00:18:40: Ja klar sagt er.
00:18:41: Ich erkläre ihm, das wir auch noch eine sogenannte Doppeldissoziation ausproberen können.
00:18:47: Dabei stellt man sich vor... dass auch in der hinteren Reihe im Kino nicht der Klient selbst sitzt, sondern ein zweiter Avatar, der aussieht wie der erste wie der Kliant aber eben nicht der klient ist.
00:19:02: Denn der Klien selbst schwebt in der Vorstellung auf einer Wolke über dem Kino und beobachtet wie der Avatar im Zuschauerraum den Avatar im Film beim Handeln bei Magieren zuschaut!
00:19:19: Im Buddhismus wird diese Form der Doppeldissoziation auch als der innere Zeuge bezeichnet.
00:19:26: Paul fängt an zu strahlen, das klingt ja schon beim Zuhörencool!
00:19:31: Lass es uns versuchen!
00:19:33: Sehr gerne sage ich – also stell dir wieder das Kino vor die Leinwand, die Panzer-Klaswand und auf der Leinwand läuft eben gleich der Film dass der Betriebsrat die Ergebnisse.
00:19:48: Aber du sitzt nicht im Kinosaal, sondern ein Avatar der aussieht wie Du.
00:19:58: Während Du eben über dem Kino schwebst und diesem zweiten Avatar dabei zuschaust, wie er sich den Film anschaut.
00:20:07: Du selbst schwebst auf einer Wolke über dem kino, schaust Dir das Ganze von oben in Ruhe an!
00:20:15: Ich lade ihn ein... Schau doch mal, wie hoch die Wolke auf der du sitzt schweben müsste damit sich das für dich angenehm anfühlt.
00:20:25: Manche Menschen sagen zehn Meter über dem Kinoreichen andere empfinden erst ein paar hundert Meter als angenehmen.
00:20:33: Ich sehe wie Paul das innerlich ausprobiert Wie nahe wie fern die Wolken sein sollte.
00:20:40: Nach einem kleinen Moment sagt er ich glaube für mich wären so fünfzig Meter gut.
00:20:46: So ganz weit weg muss es gar nicht sein, aber zehn Meter sind mir zu nah.
00:20:52: Prima sage ich!
00:20:53: Dann lass deine Wolke jetzt auf die richtige Flughöhe schweben und genieße ein Moment von dorthaus zuzusehen wie der Avatar sich den Film anschaut.
00:21:05: Er beginnt zu lächeln.
00:21:07: Mir fällt gerade auf sagt er Dass nicht nur mein Avatar sich ein bisschen aufregt, sondern dass der Betriebsratsvorsitzende sich auch ziemlich wie ein HB-Männchen benimmt.
00:21:21: Was macht dieser Erkenntnis mit dir?
00:21:24: Ich fühle mich nicht mehr wie der einzige Versager, sagt er!
00:21:27: Ich habe nicht mehr den Eindruck die alleinige Schuld an diese Eskalation zu tragen – das beruhigt mich.
00:21:34: Und auf einer Skala von null bis zehn wo bist du jetzt frage ich….
00:21:39: Er antwortet, fast überrascht.
00:21:42: Eine zwei bis drei?
00:21:45: Wie schön!
00:21:46: Ich leide ihn also ein langsam wieder mit seiner Wolke zu landen in dem Wissen dass er sich jederzeit wieder auf die Wolke begeben kann wenn er eben innerlich Abstand zu Menschen zu Ereignissen zur Situation braucht die ihm gerade zu viel sind.
00:22:07: Nachdem wir noch ein paar kleinere organisatorische Dinge geklärt haben, ist damit auch die zweite Stunde zu Ende.
00:22:14: Wir vereinbaren einen weiteren Termin und ich lade Paul ein, die Dissoziation im Alltag zu üben!
00:22:23: Zwei Wochen später sitzt er wieder vor mir und berichtet, dass er grundsätzlich sehr zufrieden ist mit den Tools, die er jetzt hat – das es gut funktioniert.
00:22:34: Dass er zwar immer noch bewusst daran denken muss aber deutlich entspannter in diese Meetings hineingeht.
00:22:42: Gleichzeitig fragt er mich, woran das eigentlich liegt, dass er immer so wütend wird und ob man nicht auch an den Ursachen etwas machen könnte?
00:22:52: Ich habe mir das überlegt, sagt er – das ist ja gerade so als ob man zum Zahnarzt geht eine Wurzelveralterung hat und der zahnarzteimende Packung Aspirin in die Hand drückt!
00:23:03: Im ersten Moment ist es natürlich deutlich besser, als ohne durchzukommen Aber auf Dauer nicht das Richtige.
00:23:11: Ich frag mich, was auf Dauernachhaltiger wäre?
00:23:16: Könnt ihr gerne gemeinsam draufschauen sage ich du hast recht.
00:23:20: für so eine überschäumte Wut gibt es häufig Hintergründe die entweder hier und jetzt liegen oder in der Kindheit gelegentlich sogar noch weiter zurückreichen.
00:23:31: wollen wir das mal ein bisschen erforschen?
00:23:34: ja genau das habe ich mir für heute vorgenommen.
00:23:39: Gut sage ich.
00:23:40: Dann lass uns doch mit einer kleinen Trance beginnen, dass es hilfreich mit fairen gutem Zugang zu deinem Unbewussten bekommen.
00:23:49: und dann befragen wir dieses unbewusste Mal wie sich die Ursachen für deine Wut auf das Heute, Auf Deine Kindheit und auf mögliche transgenerationale Aspekte verteilen.
00:24:03: Könnte ich Dich dafür gewinnen?
00:24:05: Ernickt!
00:24:06: Ich lade ihn also ein, sich gemütlich hinzusetzen.
00:24:10: Dann führe ich Ihnen eine Trance und bitte ihn, sich einmal seine Timeline vorzustellen!
00:24:17: Seine Lebenslinie ist die Zeit, die für ihn in diesem Leben vorgesehen ist.
00:24:22: Wir Menschen codieren Zeit nämlich räumlich – wir sagen da liegt einiges vor mir oder das habe ich hinter mir gelassen….
00:24:33: Das sehe ich gar nicht dass es passieren
00:24:36: wird.".
00:24:37: Und genau das machen wir uns bei der Arbeit mit der Timeline zu Nutze.
00:24:42: Also frage ich Paul jetzt, wo er das hier und jetzt die Kindheit und die transgenerationalen Themen energetisch verortet?
00:24:51: Er beschreibt dass seine Timeline weit links vorne beginnt und dann in einem großen Bogen auf ihn zuläuft.
00:24:58: Die Gegenwart liegt genau da, wo sein Körper gerade ist Und von dort läuft die Zukunft in einem großen Bogen nach rechts vorne.
00:25:10: Dann bitte ich ihn, sich seine Wut wie ein Paket vorzustellen und einmal zu schauen, wie groß dieses Paket ist – eher wie so ein kleines Päckchen oder wie ein Schokarton oder ein großes Umzugspaket oder noch viel größer.
00:25:27: Er überlegt einen Moment.
00:25:29: Ich sehe wir danach sucht.
00:25:32: dann sagt er etwa so wie eine Europapalette, ungefähr ein Meter auf einen Meter.
00:25:39: Also ein Kubikmeter.
00:25:42: Okay sage ich und wenn du jetzt zulässt dass sich dieses Paket auf der Europa-Palette in einzelne Bestandteile auflöst und sich auch das hier und jetzt auf die Vergangenheit bis in deine Kindheit und auf einem möglichen transgenerationalen Aspekt verteilt?
00:26:00: Wie verteilt sich das Paket dann?
00:26:04: Er antwortet, ich würde sagen ungefähr gleichmäßig ein Drittel im Hier und Jetzt.
00:26:11: Ein Drittel in der Kindheit!
00:26:13: Und ein weiteres Drittel vor meiner Geburt.
00:26:17: Wie spannend ist das denn?
00:26:20: Dann lass uns doch mit dem hier und jetzt beginnen.
00:26:23: Ich lade Ihnen einen in der Trance zu bleiben und bitte sein unbewusstes ihm Bilder hochzuschicken.
00:26:30: Was macht ihn in der Tiefe so wütend?
00:26:32: was sieht er da?
00:26:34: Wie fühlt sich das an?
00:26:36: Es fühlt mich oft so an, als würde ich mit Feilen beschossen, sagt er.
00:26:40: Von allen Seiten!
00:26:42: Und manchmal fühlt es sich sogar so an aus dem Unterholz angegriffen.
00:26:47: Das macht mich wütend, weil ich das nicht fair finde – Ich streng mich wirklich an in meinen Job.
00:26:52: Für jeden will ich gute Ergebnisse erzählen und dann fällt man mir in den Rücken.
00:26:57: Teils von Menschen, mit denen ich gefühlt überhaupt nichts zu tun
00:27:00: habe.".
00:27:02: Er hält kurz inne Und irgendwie, tief drunter bin ich eigentlich mehr traurig als wütend.
00:27:09: Über diese Gemeinheit!
00:27:11: Ich versuche hier das Beste hinzukriegen in diesem schwierigen geschäftlichen Umfeld – wir haben seit fünf Jahren Rezessionen in Deutschland und dafür muss ich mich dann auch noch mit Fallen beschießen lassen!
00:27:22: Eigentlich würde ich mir mehr Verbindliches miteinander
00:27:25: wünschen.".
00:27:27: »Was hältst du davon?« frage ich ihn, wenn ich dir beibringe, mit dieser Wut zu tanzen statt sie zu bekämpfen.
00:27:34: Ich hatte im Hinterkopf, dass er mal erzählt hat, daß er gerne tanzen geht.
00:27:38: Deshalb denke ich, das könnte ein schönes Format für ihn sein!
00:27:43: Er schaut mich sofort interessiert an.
00:27:46: Wie würde das denn aussehen?
00:27:48: Na ja sag' ich – in den Momenten, in denen du in diesem Crashzustand abrutschst hast du den Eindruck der Rest der Welt sei gegen dich.
00:27:57: Du fühlst dich allein, du fühlts sich
00:27:58: angegriffen.".
00:28:01: Ein viel besserer Zustand wäre, wenn du den Eindruck hättest wir zusammen gegen das Problem.
00:28:06: Du mit dem Betriebsrat gegen das problemen.
00:28:10: Nicht du gegen den Betriebesrat!
00:28:13: Er guck verblüfft er ja das verstehe ich.
00:28:16: und jetzt fühlt es sich so an Wenn diese energie vom betriebsrand auf dich zukommt als müsstest du gegenhalten gegen drücken um dich zu verteidigen.
00:28:27: Das kostet dich einfach sehr viel energie.
00:28:31: Aus dem Aikido, aus dem Kampfsport kommt die Idee mit der Energie des Gegenübers mitzugehen statt gegenzuhalten.
00:28:40: Hat den Vorteil?
00:28:43: Du sparst selber eine Menge Energie!
00:28:45: Lass es uns mal ausprobieren wenn du magst.
00:28:47: steh doch mal auf.
00:28:49: wir stehen uns jetzt gegenüber.
00:28:51: stell dir vor ich bin die Energie des Betriebsrats als er diesen Vorschlag der Temperaturmessung macht.
00:28:58: Ich komme angeflogen und erwisch dich an deiner rechten Schulter.
00:29:05: Du hältst aber nicht dagegen, sondern fängst an mit mir zu tanzen!
00:29:09: Wenn ich Dich jetzt also an Deiner rechten Schulter antippe, dann streckst du wie die, die nicht nach vorne entgegen, sondern du gehst mit der Bewegung und lässt sie nach hinten gleiten und kommst dadurch in eine Drehung.
00:29:23: Also du nimmst quasi die Energie auf und beginnst Dich zu bewegen.
00:29:29: Da er Tänzer ist, weiß ja sofort was ich meine.
00:29:31: Ich tippe ihn an, erfolgt ihm den Puls und dreht
00:29:34: sich.".
00:29:36: Das gefällt ihm so fort!
00:29:37: Wie lange mache ich das denn?
00:29:39: fragt der.
00:29:40: So lange bist du neben mir – und ich bin ja das Problem, ich bin die Energie des Vorschlags des Betriebsrates – solange du … bist du nebemirr zu stehen kommst.
00:29:51: Weil wir ja gemeinsam sozusagen die Idee des Betriebenrates zu heißen Temperaturen in den Mitarbeiterbüros sind.
00:30:03: Wir machen das zwei, drei Mal.
00:30:06: und die Idee dass er mit seinem Gegenüber einen Mitarbeitenden einem Kunden, den er als schwierig empfindet dem Betriebsrat zukünftig innerlich in eine Koalition geht, die gefällt ihm jedes mal besser und besser.
00:30:22: Er beginnt zu lachen.
00:30:23: Das fühlt sich wirklich gut an.
00:30:25: wir üben das noch ein wenig tanzen dabei durch mein gesamtes Coaching Studio.
00:30:30: Ich habe auch noch ein bisschen Musik aufgelegt.
00:30:33: Dann frage ich ihn, wie lautet denn dein innerer Dialog dazu?
00:30:37: Wenn diese komischen Energien angeflogen kommen die dich bisher so wütend machen ist das sowas wie wenn du das nicht schaffst bist du ein Lose und wenn du es nicht hinbekommst hast Du versagt strenglich mehr an.
00:30:51: er sagt da is ne Stimme in mir die sagt wenn du dass nicht scharfst schaffs du ja gar nichts.
00:30:57: Und von wo hörst du diese innere Stimme, frage ich Ihnen.
00:31:00: Ich will jetzt die Submodalitäten, also die Feinabstufungen dieser Stimme heraussarbeiten.
00:31:08: Er lauscht kurz nach innen und dann zeigt er nach links vorne.
00:31:12: Von da höre ich die Stimme.
00:31:14: Die sagt wenn Du das nicht schaffst, schaffs Du ja gar nix!
00:31:18: Spiele jetzt diese Stimme, positioniere mich links vor ihm und sage wenn du das nicht schaffst, schaffest du ja gar nix.
00:31:25: Und dabei tippe ich ihn mit einigen Schwung auf die linke Schulter und eben um diese Energie zu symbolisieren.
00:31:34: Er geht wieder in den Tanz bis er auch hier am Ende Schulter an Schulter mit mir steht und in seiner Vorstellung dass Problem dieser überhitzten Mitarbeiterbüros vor ihm liegt.
00:31:47: Es fühlt sich auch so an, als würde diese Stimme – die so streng und abwertend mit mir spricht – dadurch entmachtet, sagt er.
00:31:55: Ein sehr schönes Ergebnis, mit dem wir die Stunde beenden?
00:32:00: Und wir verabreden uns wieder für in zwei Wochen!
00:32:03: Bis dahin will er auch das einmal ausprobieren.
00:32:07: Zwei Wochen später sitzt er wieder vor mir... Letztes mal haben wir uns ja mit der Gegenwart, also mit den Wurzeln deiner Wut in der Gegenwarte beschäftigt.
00:32:21: Und jetzt frage ich mich, wollen wir auch einmal in die Vergangenheit schauen?
00:32:27: Ernickt!
00:32:28: Ja... wie würden wir das denn machen?
00:32:32: Nun erkläre ich ihm, dass würde mir so machen, dass wir einmal schauen wo in deiner Vergangenkeit, in deine Kindheit diese Wut herkommt und dann mit dieser Situation arbeiten.
00:32:47: Ernickt?
00:32:48: Also leide ich ihn ein, dann setz dich doch mal aufrecht hin.
00:32:52: Atme zwei-, dreimal tief ein- und aus!
00:32:55: Und dann bitte mal dein Unbewusstes dir die Situation zu zeigen, in der du das erste Mal mit dieser Wut in Kontakt
00:33:04: warst.".
00:33:06: Da war ich ungefähr vier, sagte er.
00:33:09: Okay... Wo siehst du den Vierjährigen vor deinem inneren Auge?
00:33:14: In der Küche, im Wohnzimmer, in Kindergarten.
00:33:18: Er schüttelt den Kopf und sitzt im Spielzimmer.
00:33:21: Ist er da allein?
00:33:23: Nein!
00:33:23: Er ist dort zusammen mit seinem Dreiehring-Bruder.
00:33:27: Und was passiert da?
00:33:29: Er spielt mit seinem Lego – das hat er gerade zum Geburtstag geschenkt bekommen.
00:33:34: Sein kleiner Bruder will mitspielen, will ihm das Lego wegnehmen.
00:33:38: Was geschieht dann, frag ich….
00:33:40: Er will den Kleinen nicht mitspielen lassen, weil er immer alles kaputt macht.
00:33:44: Also schubst er ihn
00:33:45: weg.".
00:33:47: Dann fängt der Kleine an laut zu heulen und zu schreien.
00:33:51: Die Tür fliegt auf, Mutti kommt rein – »Und ich bekomme« sagt Paul.
00:33:56: »Man könnte sagen eine Ohrfeige!
00:33:58: Nicht doll aber schon.
00:34:01: Ich nicke?«.
00:34:03: Er fährt fort.
00:34:04: «Ich bin erst völlig überrascht und dann total traurig, dass Mama so gemein ist und mich nicht beschützt.».
00:34:10: Wo doch mein kleiner Doverbruder mir meinen Lego wegnehmen will, dass ich mir so lang gewünscht hab?
00:34:16: Mir kullern sogar ein paar Tränen über die Wangen.
00:34:19: Okay was passiert dann?
00:34:21: Dann sagt sie Wenn du nicht gleich aufhörst zu weinen gebe ich dir einen Grund Stell dich mich an!
00:34:28: Dann sagte sie Ich hätte ja schließlich meinen kleinen Bruder geschubst Und ich merke wenn ich mich jetzt nicht sofort zusammennehme krieg' richtig Ärger mit ihr.
00:34:37: Also beißt sich die Zähne zusammen.
00:34:40: Verstehe sage ich, was passiert dann?
00:34:43: Ich merke dass sich mit meinen Gefühlen irgendwo hin muss und pfeffere das Lego in die Ecke.
00:34:49: Dann sagt sie wenn ich es eh nicht will kann es ja auch mein kleiner Bruder haben Und dann schmeiße ich auch meine Bauclötze hinterher und dann weiß ich gar nicht mehr so genau.
00:35:01: Es ist also Zeit sag' ich Dass der kleine der vierjährige mal Unterstützung bekommt und ich schlage vor von dem Großen Der du heute bist.
00:35:13: Wie alt bist du heute?
00:35:14: – Einen Vierzig, antwortet
00:35:16: Paul.".
00:35:17: Also wollen wir mal dass der einundvierzigjährige den vierjährigen unterstützt?
00:35:22: Ja, sehr, sehr gerne!
00:35:25: Also lad ich den Erwachsenen, der mir gegenüber sitzt, ein.
00:35:29: Sag doch mal zum vierjähriger.
00:35:31: Ich bin dein großes Ich aus der Zukunft und ich möchte dir gerne helfen.
00:35:37: Er wiederholt den Satz Wie reagiert der Vierjährige darauf in deiner Vorstellung?
00:35:43: Erhebt den Kopf, erwartet erst mal ab was da kommt.
00:35:46: Dann sag ihm doch Es sieht so aus als ob du wirklich traurig bist.
00:35:50: Du findest es sehr gemein was deine Mutter dargemacht hat Dass sie sich auf die Seite Deines Bruders gestellt hat statt dich unter Legu zu beschützen.
00:36:00: Der Vierjäger nickt Und ehrlich gesagt, das kann ich gut verstehen.
00:36:04: Das finde ich auch gemein!
00:36:06: Ich würde dir gerne helfen eine bessere Lösung zu
00:36:09: finden!".
00:36:09: – Hast du daran Interesse?
00:36:12: Der Vierjährige legt wieder….
00:36:14: Aber bevor ich dir helfe ….
00:36:17: Nur damit du weißt, dass ich es wirklich kann ... Weißt Du eigentlich, daß ich schon ein- und vierzig
00:36:21: bin?!
00:36:22: Vierjährige schaut ihn in seiner Vorstellung mit großen Augen an und schüttelt den Kopf.
00:36:27: Dann lass mich dir doch mal zeigen, was du in den vergangenen sieben und dreißig Jahren seit du dich immer abgekoppelt hast so alles verpasst hast.
00:36:36: Hast du daran Interesse?
00:36:39: Ja der vierjährige nickt!
00:36:41: Also lade ich Paul ein eine Art inneres Netflix zu starten dem vierjährigen die Highlights zu zeigen nur die schönen Highlights, nur die kindgerechten Highlights Der Vergangenen Sieben und Dreißig Jahre.
00:36:54: Abschlüsse, die er gemacht hat.
00:36:56: Schöne Urlaube!
00:36:57: Feste, die gefeiert wurden.
00:37:00: Seine Wohnung von heute – das Auto, das Büro.
00:37:04: Das lass ich ihn in Ruhe machen?
00:37:08: Als ich merke, dass es abgeschlossen ist, frage ich und wer hatte vier Jäger darauf reagiert?
00:37:14: Mit großen Augen sagte er erst völlig überrascht.
00:37:17: Er hätte gar nicht damit gerechnet, daß alles so gut wird.
00:37:21: Nicht wahr?
00:37:21: sage Wahrscheinlich sogar besser, als er gedacht hat oder?
00:37:27: Er nickt.
00:37:29: Und dann sag ihm doch mal auch mal siehst du es ist gar nicht so schlecht gelaufen und heute habe ich Kinder.
00:37:38: die sind schon größer als Du!
00:37:40: Und die beschütze ich sehr gut.
00:37:42: wenn du magst mache ich das ab sofort mit dir.
00:37:46: der vierjährige liegt wieder Dann frag ihn doch mal lade ich ihn ein ob er für immer in diesem Kinderzimmer sein will, mit seinem doofen kleinen Bruder oder ob er nicht Lust hat daraus gebeamt zu werden.
00:37:59: Der Vierige nickt erneut.
00:38:02: Dann lade ich den Erwachsenen ein, den Vierjährigen in seiner Vorstellung aus dem Kinderzimmeraus und auf seinen Schoß zu beamen.
00:38:11: Also das tut halt ja einen kurzen Moment Tränen in den Augen!
00:38:14: Was passiert, frage ich?
00:38:16: Der kleine ist völlig erleichtert, der hat tief ausgeatmet und ist dann sofort an meiner Brust eingeschlafen.
00:38:22: Eigentlich mehr in Tiefschlaf gefallen!
00:38:24: Wie fühlt sich das für dich an?
00:38:26: Das berührt mich – ich merke dass ich auch irgendwie wirklich sehr erschöpft bin.
00:38:32: Und ja… Ich könnte auch in Patrinen vergießen.
00:38:35: Das verstehe ich gut.
00:38:37: Du bist jetzt mit seiner Trauigkeit über diese Ungerechtigkeit in Kontakt.
00:38:42: Dann lass ihn noch erstmal schlafen sage Und wir klären etwas mit deiner Mutter, wenn du magst.
00:38:48: In deiner Vorstellung – also mit der Mutter in deiner vorstellung.
00:38:52: Brauchen dafür nicht deine echte Mutter!
00:38:55: Er nickt er leichter?
00:38:57: Ich lade ihn ein, stell dir da drüben auf dem Sesse mal deine Mutter vor und dann sag zu ihr Mutti heutzutage werde ich oft sehr wütend, insbesondere wenn mich ungerecht behandelt fühle was leider in der Natur der Sache sehr vorkommt, wenn man Geschäftshörer ist.
00:39:15: Dann vergreif ich mich im Ton.
00:39:18: Und das hat irgendetwas damit zu tun, dass du – als ich Kind war – so oft auf der Seite meines kleinen Bruder warst!
00:39:26: Hast es eigentlich beabsichtigt?
00:39:29: In seiner Vorstellung hält die Mutter kurz inne und schüttelt den Kopf.
00:39:32: Ich wollte einfach nur, dass der kleine ….
00:39:36: Du warst ja immer viel größer als deinem Bruder….
00:39:39: Dass dem Kleinen nichts
00:39:40: passiert.".
00:39:41: Paul sagt das verstehe ich aber dabei warst du mir gegenüber völlig unfair Weil er das schnell raus hatte und er wusste, er kann machen was er will.
00:39:49: Und ich kriege auf den
00:39:49: Deckel.".
00:39:51: Das war mir nicht so klar, sagt die Mutter ehrlich betroffen.
00:39:55: Das hat mich sehr oft traurig gemacht!
00:39:56: Und wenn ich dann trauriger war, hast du mich angeschnaut zu mir gesagt, wie soll man mich nicht anstellen?
00:40:01: So habe ich gelernt mit meiner Trauigkeit kannst du nichts anfangen.
00:40:04: Wenn ich dagegen dann wütend war, dann war es irgendwie okay.
00:40:08: Mutter lässt es auf sich wirken und dann sagt sie ja... Es kann sein.
00:40:13: Und jetzt wurdest erzählst.
00:40:14: dich glaube ich bin manchmal auch so.
00:40:17: Sie wirkt ratlos.
00:40:18: Ich lade Paul ein, denn wer Mutter diesen Auftrag zeigt deine Traurigkeit nicht werde lieber wütend zurückzugeben und auch ihre alte Wut und Traurigkeiten zuzumuten.
00:40:32: Nachdem er das getan hat fühlt er sich schon viel viel ruhiger an!
00:40:37: Dann lassen wir den Vierjährigen nach einer kleinen Weile noch erwachsen werden.
00:40:43: innerlich in seiner Vorstellung.
00:40:45: Paul berichtet, dass er sich sofort ruhiger fühlt, befreiter stabiler und das er jetzt eben schauen will wie er die Situation mit dem Betriebsrat und seinen Führungskräften zukünftig meistern möchte.
00:41:01: Zwei Wochen später sehe ich Paul noch einmal – er berichtet ,dass es in der Zwischenzeit sehr gut läuft, sowohl zu seinen Mitarbeitenden als auch zu seinem vorgesetzten Emitriebsrat, merklich verbessert haben und dass er deshalb im Moment kein Bedürfnis hat sich noch mit möglichen transgenerationalen Themen zu beschäftigen.
00:41:30: Das ist für mich völlig in Ordnung.
00:41:32: sollte sich das irgendwann ändern weiß er ja wo er mich findet.
00:41:37: dann bereiten wir gemeinsam noch eine wichtige Sitzung vor, die in der nächsten Woche in seinem Terminkalender steht.
00:41:45: In der es um eine Betriebsvereinbarung zum Stellenabbau gehen soll und anschließend schauen wir noch einmal auf den gesamten Coaching-Prozess zurück – auf den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind!
00:42:00: Dann beenden wir diesen Prozess.
00:42:03: Paul verabschiedet sich mit dem Hinweis, dass er mich gerne weiter empfehlen wird ein so gutes Ergebnis für ihn erzielen konnten und damit ja auch für seine Mitarbeitenden.
00:42:18: Wenn diese Folge dir etwas gegeben hat oder wenn du denkst, dass jemand in deinem Leben sie hören sollte dann tu bitte drei Dinge gib den Podcast eine Bewertung macht es bitte richtig wirklich echt.
00:42:31: das würde wirklich so sehr helfen.
00:42:33: wenn du dir die Zeit nimmst wenn du regelmäßig den Podcast hörst und du schon gemacht hast mach es gerne Noch mal, wenn du das erste Mal dabei bist und bis hierhin zugehört hast.
00:42:44: Freu ich mich natürlich auch, wenn Du dir die zwei Minuten Zeit nimmst!
00:42:48: Dann freue ich mich auch, weil Du den Podcast abonnierst, dass Du keine Folge verpasst – er erscheint alle zwei Wochen.
00:42:56: Und leite diese Folge auch gerne an die Menschen, denen Menschen weiter für die sie wichtig sein könnte.
00:43:05: Das könnte für jemanden tatsächlich einen Riesenunterschied machen ihn den Job retten.
00:43:11: So, aber jetzt zu dir!
00:43:13: Vielleicht hast du selbst schon mal erlebt dass du in einem Moment so reagiert hast das es überhaupt nicht zu dir dein Ansprüchen und Werten passte?
00:43:21: Zu laut, zu schnell, zu hart.
00:43:24: dann möchte ich dass du eins mitnimmst.
00:43:26: Das ist mit Sicherheit kein Charakterfehler sondern pure Neurologie.
00:43:33: Außerdem ist Wut ein Gefühl häufig etwas, das ein anderes verletzlicheres Gefühl beschützt.
00:43:41: Traurigkeit, Angst, das Gefühl ungerecht behandelt zu werden.
00:43:46: und wie bei Paul eben auch reicht dieses Muster häufig weiter zurück als wir denken.
00:43:52: Paul hat ja als kleiner Junge gelernt Wut wird akzeptiert traurikat nicht.
00:43:59: also wurde aus dem verletzten traurigen Kind irgendwann einen Erwachsener der lieber explodiert als seine Trauigkeit zu fühlen.
00:44:08: Und wenn du magst, stell dir zwei Fragen.
00:44:11: Erstens Welches Gefühl war deiner Kindheit eigentlich erlaubt?
00:44:17: Wenn dir etwas ungerecht vorkam und welches nicht?
00:44:20: Durftest Du wütend sein, durftest du traurig sein oder gab es nur eine Reaktion die akzeptiert wurde?
00:44:28: Wenn du unsichtbar warst alles andere musst du verschwinden.
00:44:33: Das sagt ihr häufig sehr viel darüber, wie du im Hier und Jetzt mit deinen Gefühlen umgehst.
00:44:39: Und die zweite Frage lautet – wenn Du das nächste Mal merkst dass Wut in dir hochsteigt schneller und heftiger als die Situation es eigentlich ergibt dann frag dich doch mal was fühle ich eigentlich unmittelbar bevor ich wütend werde?
00:44:53: Manchmal liegt darunter eben etwas ganz anderes.
00:44:57: Etwas das mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient die es überdecken will.
00:45:04: Und du musst deiner Wut gar nicht bekämpfen, du darfst herausfinden was sie eigentlich beschützt.
00:45:11: und wenn ich das was du gerade gehört hast neugierig gemacht hat also die Arbeit mit den inneren Anteil mit dem inneren Kind auf das was Führungskräften wie Paul hilft und in so wenigen Coachingsitzungen verändert werden kann dann schau doch gerne mal auf meiner Website www.wildwechsel-nlp vorbei.
00:45:32: Ich biete sowohl Einzelcoaching als auch Familienaufstellung an.
00:45:37: Und wenn du eben lernen möchtest deine Gefühle und Gedanken so zu steuern, dass du deine Ziele erreichst das du dich zukünftig auch in schwierigen Situationen ruhig und souverän verhältst.
00:45:49: dann kommen meine NLP-Pretitioner Ausbildung.
00:45:52: wie gesagt, der Sechzehnte September geht es direkt los!
00:45:55: Du kannst direkt durch starten.
00:45:58: die Links dazu findest du wie immer in den Schauenouts verlink ich dir.
00:46:02: Ich freue mich, wenn es dir gefallen hat und wir uns beim nächsten Mal wieder hören.
00:46:07: Bis dahin deine Susanne!
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