đ§ 79. Folge: âSeit Papas Tod streiten wir nur noch.â
Shownotes
Das erfÀhrst du in dieser Folge
Du lernst die vier Konfliktmuster nach Virginia Satir kennen: Beschwichtigen, Anklagen, Rationalisieren und Ablenken. Du erfĂ€hrst, warum diese Muster keine Charakterfehler sind, sondern Ăberlebensstrategien, die wir als Kinder in unserer Familie gelernt haben. Du siehst, wie die Muster in Familien wie ZahnrĂ€der ineinandergreifen und Konflikte so zum Teufelskreis werden. Du erfĂ€hrst, was Kongruenz bedeutet und warum sie der Weg aus festgefahrenen Konflikten ist. Und du verstehst, warum Menschen in Familien manchmal am Rand landen, ohne zu wissen, warum, und was passiert, wenn alle, die dazugehören, endlich ihren Platz bekommen.
Zwei Fragen fĂŒr dich
Welches Muster springt bei dir an, wenn es eng wird? Und von wem hast du es gelernt?
Gibt es in deiner Familie jemanden, ĂŒber den nicht gesprochen wird?
Workshop: âRaus aus dem Konflikt. Rein in die Klarheitâ am 21. und 22. Oktober 2026
Zwei Tage, in denen du herausfindest, welches Muster bei dir anspringt, wenn es eng wird, woher es kommt und wie du auch unter Druck klar und kongruent bleibst. Bei dir, beim anderen und bei der Sache.
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Familienaufstellung am 24. und 25. Oktober 2026
Wenn du spĂŒrst, dass in deiner Familiengeschichte etwas wirkt, das du dir genauer anschauen möchtest. Auf Wunsch auch im Einzelsetting.
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Einzelcoaching
FĂŒr deine persönlichen Themen, mit NLP und systemischer Arbeit.
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Ausbildung zum Business & System Coach
Wenn du selbst lernen möchtest, Aufstellungen und systemische Prozesse professionell zu begleiten.
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Dann freue ich mich ĂŒber deine Bewertung mit fĂŒnf Sternen bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du zuhörst. Und wenn du an jemanden denkst, der gerade mit seiner Familie im Clinch liegt: Leite die Folge gerne weiter.
Alle Beteiligten haben der Veröffentlichung zugestimmt. Namen und Details wurden verÀndert.
Dr. Susanne Lapp
WildWechsel â das NLP-Institut fĂŒr Persönlichkeitsentwicklung
Transkript anzeigen
00:00:03: drei Geschwister, ein Familienunternehmen und ein Erbe ĂŒber das sie seit Monaten nur noch streiten.
00:00:11: Kerstin will dass endlich Frieden ist Michael will sein Geld und danach nie wieder etwas mit der Familie zu tun haben.
00:00:24: Und Jonas, Jonas macht Witze wie er es immer macht.
00:00:32: Mitten in der Aufstellung macht er noch ein Witz, einen ĂŒber seinen verstorbenen Vater.
00:00:38: Und alle lachen kurz â nur Jonas nicht!
00:00:42: Er wird greidebleich und sagt, Susanne ich glaube das war gar kein Witz.
00:00:49: In dieser Folge erfÀhrst du warum wir in Konflikten immer wieder in dieselben Rollen reinrutschen.
00:00:55: Woher diese Rollen kommen?
00:00:57: Und was passiert wenn eine Familie zum ersten Mal ausspricht, worĂŒber sie jahrzehntelang geschwiegen hat.
00:01:07: Und nun herzlich willkommen im Wildcast deinem Coaching-Podcast fĂŒr NLP und Systemik!
00:01:16: Ich bin Susanne Lapp, BrĂŒnderin von Wildwechsel dem NLP-Institut fĂŒr Persönlichkeitsentwicklung.
00:01:23: Hier bekommst du keine Theorie sondern echte Coachingpraxis.
00:01:29: ich nehme dich mit in meine Sitzungen zu den Momenten, in denen sich wirklich etwas verÀndert.
00:01:36: Heute geht es um Konflikte.
00:01:38: Genauer gesagt um die Frage warum wir in Konflikten immer wieder in dieselben Muster rutschen?
00:01:46: Egal wie fest wir uns vorgenommen haben es diesmal anders zu machen!
00:01:51: Der eine wird laut, der andere gibt sofort nach, der Dritte zieht sich auf Zahlen-Daten Fakten zurĂŒck Und die vierte wechselt elegant das Thema oder macht SpĂ€Ăchen.
00:02:05: Die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir hat diese Muster schon vor Jahrzehnten beschrieben und sie hat auch herausgefunden, wo wir sie lernen â in unseren Familien!
00:02:20: Genau deshalb sind Konflikte in Familien oft so besonders zĂ€h Denn dort treffen wir auf genau die Menschen, mit denen wir unsere Muster einst eingeĂŒbt haben.
00:02:35: Und weil mir dieses Thema so am Herzen liegt gleich vorab ein Hinweis â am XXI und XXII Oktober biete ich den kostenlosen Workshop heraus aus dem Konflikt rein in die Klarheit an immer um neunzehn Uhr.
00:02:53: Zwei Abende an denen du herausfindest, welches Muster bei dir anspringt wenn es eng wird.
00:03:00: Und wie du es schaffst stattdessen klar zu bleiben!
00:03:04: Mehr dazu erzÀhle ich dir im Laufe der Folge.
00:03:07: den Link zur Anmeldung findest Du in den Show Notes.
00:03:12: Heute nehme ich dich also mit in eine Organisationsaufstellung mit drei Geschwistern.
00:03:17: Es geht um ein Erbe und einen Familienbetrieb Und um etwas, womit keiner von uns gerechnet hat.
00:03:25: Wie immer das weiĂt du sind alle Zahlenladenfakten verfremdet und die drei haben auĂerdem zugestimmt dass ich von der Sitzung
00:03:35: erzÀhle.".
00:03:37: Es ist also ein Dienstagvormittag als Kerstin anruft.
00:03:42: Sie ist Anfang FĂŒnfzig und klingt erschöpft!
00:03:46: Nicht mĂŒde sondern so richtig erschöpfend So wie Menschen eben klingen, die schon sehr lange versuchen alles zusammenzuhalten sich fĂŒr alles verantwortlich fĂŒhlen und fĂŒr alles meinen die Verantwortung tragen zu mĂŒssen.
00:04:00: Sie erzĂ€hlt mir, dass ihr Vater vor einem halben Jahr gestorben ist â Gerhard!
00:04:07: Er hat vor ĂŒber vierzig Jahren Weitblickreisen gegrĂŒndet einen mittelstĂ€ndischen Reiseveranstalter mit Schwerpunkt
00:04:16: SĂŒdostasien.".
00:04:18: Seit ĂŒber dreiĂig Jahren arbeitet das Unternehmen eng mit einer Partneragentur in Chiang Mai zusammen im Norden Thailands.
00:04:27: Geerbt haben Kerstin und ihre BrĂŒder zugleich in Teilen, ein Testament gibt es nicht.
00:04:35: Kerstine leitet seit vielen Jahren das operative GeschĂ€ft â sie wĂŒrde den Betrieb gerne weiterfĂŒhren.
00:04:43: Ihr jĂŒngster Bruder Michael will verkaufen und sich auszahlen lassen!
00:04:49: Und ein anderer Bruder frage ich, Jonas sagt sie â lacht kurz auf.
00:04:53: Jonas sagt dazu nix also er sagt schon Menge aber nichts dazu.
00:04:59: Dann erzÀhlt sie was sie am meisten belastet.
00:05:03: Michael hat vor zwölf Jahren nach einem heftigen Streit mit dem Vater den Kontakt zur gesamten Familie abgebrochen.
00:05:11: Zur Beerdigung ist er zwar gekommen, hat aber kaum ein Wort gesprochen!
00:05:17: Seitdem lĂ€uft die Kommunikation fast nur noch ĂŒber AnwĂ€lte.
00:05:23: Ich will doch, dass es allen gut geht, sagt Kerstin!
00:05:26: Ich will, das wir uns wieder vertragen â
00:05:28: endlich!".
00:05:30: Ich erklĂ€re ihr, dass bei Familienunternehmen zwei Systeme ĂŒbereinander liegen â das Familiensystem und das Unternehmenssystem.
00:05:39: Und dass Konflikte, die nach auĂen nach Firmenfragen aussehen ihre Wurzeln sehr oft in der Familie haben.
00:05:48: Eine Organisationsaufstellung kann beides sichtbar machen, am besten mit allen drei Geschwistern im Raum wenn das geht.
00:05:59: Ich weiĂ nicht ob Michael kommt sagt sie doch er kommt.
00:06:04: zwei Wochen spÀter sitzen Sie bei mir.
00:06:07: Kerstin ist zehn Minuten zu frĂŒh da.
00:06:09: sie hat fĂŒr alle Kekse mitgebracht und fragt ob sie beim SesselrĂŒcken helfen kann.
00:06:16: Jonas kommt pĂŒnktlich gut gelaunt mit einer Anekdote ĂŒber die Parkplatzsuche, die alle zum Lachen bringt â auĂer Michael.
00:06:28: Der kommt auf die Minute genau, setzt sich in den Sessel der der TĂŒr am nĂ€chsten steht und verschrĂ€nkt die Arme.
00:06:37: Schön dass ihr alle drei da seid sage ich!
00:06:40: Was soll denn heute am Ende anders sein als jetzt?
00:06:45: Kerstin antwortet als Erste Ich möchte einfach das hier uns wieder vertragen.
00:06:51: Was die Firma angeht, da finden wir schon eine Lösung!
00:06:54: Wenn Michael unbedingt verkaufen möchte dann mĂŒssen wir darĂŒber eben
00:06:59: nachdenken.".
00:07:01: Michael schnaubt.
00:07:02: Siehst du genau das meine ich?
00:07:05: Du sagst nie was du willst, du sagst immer nur wovon du glaubst dass die anderen es hören wollen und am Ende entscheidest du doch alles allein â genau wie Papa.
00:07:14: Ihr habt alle
00:07:15: zusammengehalten!".
00:07:18: Kerstin schieĂen die TrĂ€nen in die Augen.
00:07:20: Das stimmt doch gar nicht, Michael!
00:07:22: Ich habe doch immer versucht es... Leute, Leute, unterbricht Jonas, hebt beide HĂ€nde.
00:07:28: Jetzt lass uns so erstmal Kaffee
00:07:29: trinken.".
00:07:30: Susanne, hast du eigentlich Hafermilch?
00:07:33: Typisch, sagt Michael.
00:07:35: Sobald es ernst wird gibt's bei dir Kaffees.
00:07:39: Ich lasse den Moment kurz stehen und dann frage ich, wie hat euer Vater reagiert wenn es in der Familie mal richtig geknallt
00:07:47: hat?".
00:07:48: Die drei schauen sich an und zum ersten Mal sind sie sich einig.
00:07:54: Er hat die Zahlen auf den Tisch gelegt, sagt Kerstin.
00:07:57: Jonas setzt sich aufrecht hin, zieht die Augenbrauen hoch und imitiert mit tiefer Stimme.
00:08:05: GefĂŒhle stehen in keiner
00:08:06: Bilanz.".
00:08:17: Nur als seine Stimme verliert sich.
00:08:21: Innerhalb von zehn Minuten sind sie alle im Raum, die vier Konfliktmuster, die Virginia Satir beschrieben hat â drei davon sitzen leibhaftig vor mir!
00:08:34: Das Hirte gehört zu einem Mann der seit einem halben Jahr tot ist und trotzdem noch sehr prÀsent.
00:08:42: Bevor wir weitermachen möchte ich dir kurz erklĂ€ren was ich da gerade beobachtet habeâŠ.
00:08:49: Virginia Satir war einer der groĂen Pionierinnen der Familientherapie.
00:08:54: Man kann auch sagen die BegrĂŒnderin der modernen Familientherapie und sie war eines der drei Vorbilder, der drei Modelle deren Arbeit die MitbegrĂŒnder, die Co-GrĂŒnder von NLP Richard Bandler und Jean Grinder genau studiert haben als Sie NLP entwickelt haben.
00:09:15: Vieles, was wir heute im NLP tun geht direkt auf sie zurĂŒck.
00:09:21: Satir hat beobachtet wenn wir unter Druck geraten vor allem wenn sich unser Selbstwert bedroht anfĂŒhlt greifen wir automatisch auf eins von vier Ăberlebensmustern zurĂŒck.
00:09:34: Um diese zu verstehen hilft ein einfaches Bild In jeder Kommunikation gibt es eigentlich in der Tiefe um drei Dinge die wirklich zĂ€hlen Ich, du als mein GegenĂŒber und die Situation also das worum es in der Sache geht.
00:09:54: Und jedes der vier Konfliktmuster blendet mindestens ein dieser Teilaspekte aus.
00:10:02: Das erste Muster ist das des Beschwichtigers.
00:10:06: Der Beschwichtiger blendet sich selbst und seine BedĂŒrfnisse aus.
00:10:11: Seine Botschaft lautet Hauptsache du bist nicht böse auf mich, bitte tu mir nichts.
00:10:17: Er stimmt zu und entschuldigt sich nimmt zurĂŒck bevor ĂŒberhaupt jemand widersprochen
00:10:22: hat.".
00:10:23: In Kerstin hast Du den Beschwichtiger eben gehört.
00:10:27: Das zweite Muster ist es Anklagen!
00:10:31: Der Ankleger blendet das gegenĂŒber und dessen BedĂŒrfnisse aus.
00:10:35: Seine Botschaft isst, Du bist schuld, Du machst immer dassgleiche.
00:10:40: Von auĂen wirkt das stark.
00:10:41: Man könnte sagen, der AnklÀger glaubt, Angriff ist die beste Verteidigung!
00:10:47: Von innen fĂŒhlt es sich oft ganz anders an â einsam ĂŒbergangen und ungesehen?
00:10:53: Das war Michael.
00:10:56: Das dritte Muster ist das was Satya rationalisieren oder auch ĂŒber vernĂŒnftig genannt hat.
00:11:05: Der Rationalisierer blendet sich selbst Sein GegenĂŒber aus und schaut nur noch auf die Situation, auf Fakten, Regeln und Zahlen.
00:11:18: GefĂŒhle stehen in keiner Bilanz.
00:11:21: Das war Gerhard der Vater.
00:11:24: Und das vierte Muster ist es des Ablenkers.
00:11:28: Der Ablenker blendet alles aus seine BedĂŒrfnisse, die BedĂŒrfenisse des GegenĂŒbers und die Situation.
00:11:36: Er macht ein witzwechseltes Thema, holt Kaffee.
00:11:39: Er sorgt fĂŒr Stimmung, damit niemand zu genau hinschauen muss.
00:11:44: Du hast schon erkannt das war Jonas!
00:11:48: Und dann gibt es noch eine fĂŒnfte Möglichkeit auf dieser Tier ihre ganze Arbeit ausgerichtet hat â die Konkurrenz.
00:11:57: Konkurrent bin ich wenn alle drei zĂ€hlen dĂŒrfen.
00:12:02: Das was ich fĂŒhle und will?
00:12:04: Das was du fĂŒhlst und das, was die Situation gerade braucht.
00:12:12: Und ganz wichtig ist mir dabei, keines dieser vier Muster ist ein Charakterfehler!
00:12:17: Wir haben sie gelernt als wir Kinder waren weil Sie uns geholfen haben in unserer Familie zurechtzukommen.
00:12:25: Es waren also einmal sehr kluge Problemlösungsstrategien.
00:12:30: Der Punkt ist nur jetzt wo wir erwachsen sind springen sie automatisch an Und in Familien greifen sie wie ZahnrÀder ineinander.
00:12:40: Je heftiger Michael anklagt, desto mehr beschwichtigt Kerstin.
00:12:45: Je mehr Kerstinn beschwrichtigt, destowĂŒtender wird Michael, weil er sie nie wirklich zu fassen
00:12:51: bekommt.".
00:12:52: Und sobald die Spannung steigt kommt Jonas mit dem Kaffee unter Hafermilch â also ein Teufelskreis, indem jener genau das tut was den anderen am meisten provoziert!
00:13:06: Und bevor wir zurĂŒck zu den drei Geschwistern gehen, eine kleine Bitte von meiner Seite.
00:13:12: Wenn dir der Wildcast gefĂ€llt, dann nimm dir kurz ein Moment â gib ihm fĂŒnf Sterne bei Spotify und Apple Podcasts wo auch immer du gerade zuhörst!
00:13:23: Das dauert zehn Sekunden und hilft enorm dass der Podcast auch andere Menschen erreicht die genau diese Themen gerade brauchen.
00:13:34: Ich danke dir.
00:13:36: ZurĂŒck zu den Dreien, ich schlage Ihnen vor mit Bodenankern zu arbeiten.
00:13:41: Wenn du den Podcast hĂ€ufiger hörst und weiĂt du dabei handelt es sich um Zettel, BlĂ€tter die wir auf dem Boden legen und die Stellvertretend fĂŒr die jeweiligen Personen stehen.
00:13:54: Ich beschrifte also fĂŒnf BlĂ€tter.
00:13:56: Der hat der Vater Kerstin Jonas Michael Und Weitblick Reisen.
00:14:04: Jeder und jede darf den Anker so in den Raum legen, wie es sich fĂŒr sie fĂŒr ihn innerlich stimmig anfĂŒhlt.
00:14:11: Den Vater und das Unternehmen legen Sie
00:14:14: gemeinsam.".
00:14:16: Kerstin legt ihren Anker direkt neben das Unternehmen mit Blick auf den Vater.
00:14:23: Jonas legt sich in die Mitte zwischen Kerstine und Michael leicht schrÀg?
00:14:29: Von hier aus habe ich alle im Blick, sagt er grinsend!
00:14:32: Auch den Notausgang.
00:14:35: Michael nimmt seinen Anker, geht damit bis ganz ans Fenster und legt ihn dort soweit weg wie es nur irgendeinem geht â mit dem RĂŒcken zum Rest der Familie!
00:14:47: Beim Vater sehen sie sich zunÀchst uneinig.
00:14:51: SchlieĂlich legt Kerstin ihn neben das Unternehmen mit Blick auf die Firma.
00:14:57: So war er, sagt er immer mit dem Blick auf.
00:15:02: Ich lade die drei jetzt ein, sich auf ihren eigenen Anker zu stellen und einen Moment in sich hineinzuspĂŒren.
00:15:10: Ich fĂŒhle mich verantwortlich, sagt Kerstin â fĂŒr alle!
00:15:14: Als ob ich aufpassen muss, dass alles zusammenhÀlt.
00:15:18: Und als ob ich sofort schuld bin wenn das nicht
00:15:21: gelingt.".
00:15:23: Jonas tritt von einem Bein aufs andere, unruhig sagte «Ich will dauernd weg zur TĂŒr zur KW-Maschine», erlacht.
00:15:30: Diesmal klingt es ein bisschen dĂŒnner.
00:15:34: Michael schweigt lange, dann sagte ich gehöre nicht dazu.
00:15:40: Ich habe nie dazugehört Aber das komische ist hier drauĂen fĂŒhlt sich vertraut an Fast so als ob das wirklich mein Platz wĂ€re!
00:15:54: Ich merke mir diesen Satz.
00:15:57: Dann lade ich alle drei ein nacheinander auf den Anker ihres Vaters zu treten FĂŒr einen Moment in seine Position zu gehen und zu spĂŒren, wie es dort ist.
00:16:09: Kerstin geht als Erste.
00:16:12: Sie steht kaum da â darunzelt sie die Stirn.
00:16:15: Das ist seltsam.
00:16:16: Ich dachte ich wĂŒrde hier auf die Firma schauen wollen Aber ich will gar nicht auf die Firma schauen.
00:16:22: Mein Körper will sich wegdrehen Dort hin!
00:16:26: Sie zeigt Richtung Fenster.
00:16:29: Jonas tritt als NĂ€chster auf den Anker.
00:16:32: Er macht zuerst ein Witz darĂŒber, dass der Platz fĂŒr Papa ganz schön klein sei.
00:16:38: Dann wird er still.
00:16:40: Sein Blick wandert zum Fenster!
00:16:43: Da ist irgendwas, zeigt er.
00:16:45: Da will ich eigentlich â Ich in der Position des Vaters â eigentlich hin.
00:16:51: Michael geht zuletzt.
00:16:53: Er bleibt lange stehen.
00:16:56: Schwer sagt er schlieĂlich.
00:16:58: Es fĂŒhlt sich schwer an.
00:17:00: Irgendwie ist er so eine Sehnsucht.
00:17:03: Ich bin gar nicht richtig hier, ich bin irgendwie ganz woanders.
00:17:07: Zum Schluss stelle ich mich selbst auf den Anker des Vaters und auch ich spĂŒre sofort dieser Mann steht zwar neben seinem Unternehmen, neben seiner Familie aber innerlich ist er nicht ganz da.
00:17:21: sein Körper dreht sich weg Auch wieder Richtung Fenster zu irgendetwas das wir noch gar nicht sehen.
00:17:32: Kurzen Einschub bevor wir weitermachen, vielleicht hast du dich beim Zuhören in einem der drei Muster wiedererkannt.
00:17:40: In Kerstin die sofort einlenkt, die stÀndig beschwichtigt damit bloà niemand böse ist?
00:17:49: In Michael der angreift weil er sich Ăbergang und Angegriffen fĂŒhlt oder in Jonas der den Kaffee holt sobald es bisschen eng wird.
00:18:00: Wenn das so ist, dann ist mein kostenloser Workshop raus aus dem Konflikt.
00:18:04: rein in die Klarheit.
00:18:07: Am twenty- und zwanzigsten Oktober jeweils neunzehn Uhr genau das Richtige fĂŒr dich!
00:18:14: Dort schauen wir uns nÀmlich an welches Muster springt bei dir an wenn es eng wird?
00:18:19: Woher kommt das?
00:18:20: Und natĂŒrlich vor allem wie gelingt es dir auch unter Druck konkurrent zu bleiben?
00:18:27: also beim anderen bei der Sache.
00:18:31: Den Link zur Anmeldung findest du in den Schaunotes.
00:18:36: ZurĂŒck zu den dreien, ich nehme also ein neues Blatt und schreibe darauf das was fehlt.
00:18:45: Mache zwei Fragezeichen!
00:18:47: Dann frage ich wo dieser Anker hingehört?
00:18:51: Kerstin und Jonas zeigen fast gleichzeitig in dieselbe Richtung zum Fenster.
00:18:57: Ich lege den Anker dorthin, wohin der Blick des Vaters die ganze Zeit wandert.
00:19:03: Er legt nur einen halben Meter neben Michaels Platz.
00:19:07: Michael schaut auf das Blatt â dann auf mich!
00:19:11: Er sagt nichts aber er weicht doch keinen Zentimeter zur
00:19:14: Seite.".
00:19:16: Vielleicht ist es Mama", sagt Kerstin vorsichtig.
00:19:24: Eure Mutter gehört zur Familie, sie hat ihren Platz bei euch.
00:19:28: Das hier fĂŒhlt sich anders an wie etwas das nie sein durfte, dass verschwiegen war oder verschwiegend wurde.
00:19:38: Ein Moment ist es still im
00:19:40: Raum.".
00:19:41: Dann sagt Jonas mit seiner typischen Flapsigkeit vielleicht hatte Papa ja eine zweite Familie in Thailand â bei den vielen GeschĂ€ftsreisen?
00:19:50: Kerstin lacht kurz.
00:19:52: Michael schnaubt Fast amĂŒsiert, aber nicht ganz irgendwie zum ersten Mal in diesem Tag.
00:20:00: Nur Jonas lacht nicht!
00:20:02: Im Gegenteil er wird greidebleich seine Hand sucht Halt an der StuhlÀhne und dann sagt er leise.
00:20:10: Ich glaube das war gar kein Witz.
00:20:13: Niemand sagt was ErzĂ€hl sage ich Und Jonas erzĂ€hlt Vor ungefĂ€hr fĂŒnfzehn Jahren war er auf GeschĂ€ftsreise bei der Partneragentur in Chiang Mai.
00:20:28: Am letzten Abend ist er allein durch die Stadt geschlendert und hat in einem kleinen Restaurant sein Vater gesehen, an einem Tisch mit einer thailĂ€ndischen Frau und zwei Kindern â ungefĂ€hr achtundzehn Jahre alt!
00:20:42: Der Junge sagt Jonas und seine Stimme brichtâŠder Junge hatte die Haare von Papa ⊠Und das MĂ€dchen, das ist mir sofort aufgefallen, hat gelacht wie du
00:20:53: Kerstin.".
00:20:56: Sein Vater hat ihn nicht bemerkt.
00:20:58: Jonas hat sich umgedreht und ist zurĂŒck ins Hotel gegangen, an die Bar.
00:21:03: Ich habe mir gesagt das bildet ich mir bestimmt nur ein und dass es bestimmt die Familie von irgendeinem Mitarbeiter ist.
00:21:10: Und dann hab' ich es vergessen!
00:21:12: Also nicht ganz vergessen, ich hab einfach nie wieder... ihr wisst schon.
00:21:17: Kerstin ist sehr blass geworden.
00:21:20: Die Ăberweisung sagt sie tonlos.
00:21:23: Welche Ăberweisungen fragt Michael Schaf?
00:21:26: Als ich nach Papas Tod die Unterlagen durchgegangen bin, da ging jeden Monat Ăberweisung nach Chiang Mai.
00:21:33: Seit Jahrzehnten!
00:21:34: Ich habe sie immer als Agenturkosten verbucht â ich hab nie gefragt.
00:21:40: Michael dreht sich zum ersten Mal ganz zu seinen Geschwistern um, wollte mich verarschen aber seine Stimme klingt nicht wĂŒtend eher erschĂŒttert.
00:21:50: Ich frage, Michael, warum ginge es damals eigentlich bei dem Streit mit eurem Vater?
00:21:55: Davor zwölf Jahren.
00:21:57: Er lacht bitter auf.
00:21:58: und Thailand!
00:22:00: Ich wollte die Zusammenarbeit mit der Agentur in Chiang Mai ĂŒbernehmen, ich wollte fĂŒr ein-zwei Jahre runtergehen und den Markt dort vor Ort ausbauen.
00:22:10: Papa ist komplett ausgerastet â das einzige Mal dass ich ihn je habe schreien hören.
00:22:15: Thailand is meine
00:22:16: Sache!".
00:22:17: Das hat er geschrien.
00:22:19: Es geht dich nix an!
00:22:21: Danach hab' ich meine Sachen gepackt und bin nie wieder
00:22:24: gekommen.".
00:22:26: Er schaut auf den Anker neben sich.
00:22:30: Thailand ist meine Sache wiederholterleise!
00:22:34: Was hier sichtbar wird, ist ein Prinzip das ich in Aufstellung immer wieder erlebe.
00:22:40: In einem Familiensystem hat jeder Mensch der dazugehört einen Recht auf seinen Platz â auch die ĂŒber die nicht gesprochen wird, auch die verheimlicht werden und wenn dann jemand ausgeschlossen wird versucht das System des Auszubleichen.
00:22:56: Dann ĂŒbernimmt ein anderes Familienmitglied unbewusst die Position des Ausgeschlossenen.
00:23:03: HÀufig ist es ein spÀter geborener, aber lÀngst nicht immer.
00:23:08: Manchmal ist es einfach derjenige im System, der am deutlichsten spĂŒrt dass da etwas fehlt.
00:23:15: Unbewusst oder halbbewusst?
00:23:18: Er steht dann drauĂen ohne zu wissen warum!
00:23:21: Er fĂŒhlt sich nicht zugehörig obwohl er eigentlich mittendrin sein könnte.
00:23:26: Ich teile das mit den Dreien.
00:23:29: Dann sage ich zu Michael, du hast zwölf Jahre lang drauĂen gestanden!
00:23:34: Vielleicht hast du dort einen Platz gehalten der eigentlich gar nicht deiner ist?
00:23:40: Ein Teil von dir hat wohl schon lange gespĂŒrt dass in Thailand etwas ist, das zu euch gehört.
00:23:47: Nicht umsonst wolltest du ausgerechnet dorthin hÀttest ja auch Navidnamn nach Laos nach Myanmar gehen
00:23:53: können.".
00:23:54: Michael schluckt.
00:23:56: Er schaut auf den Anker neben sich.
00:23:58: Dann nickt er langsam!
00:24:02: Ich wende mich an Jonas, spĂŒr mal hinein sage ich â WofĂŒr waren deine Witze all die Jahre gut?
00:24:10: Jonas schweigt lange.
00:24:12: Dann sagte als Kind habe ich gemerkt dass es zu Hause ganz still und schwer wurde wenn Papa aus Thailand zurĂŒckkam so eine komische dicke, schneidende Stille.
00:24:27: Dann habe ich den Clown gemacht damit alle wieder lachen.
00:24:31: vor allem Mama erwischt sich ĂŒber die Augen.
00:24:35: Ich hab dafĂŒr gesorgt dass niemand zu genau hinschaut!
00:24:40: Ich am allerwenigsten.
00:24:43: Das war sehr klug.
00:24:44: von dem kleinen Jonas wĂŒrde geich.
00:24:47: Dein Humor hat dich damals geschĂŒtzt und auch deine Familie.
00:24:52: Aber der kleine Jonas muss diesen Job jetzt nicht mehr machen.
00:25:00: Ich frage Jonas, wie viele Kinder er damals gesehen hat?
00:25:04: Zwei sagt.
00:25:04: es waren wirklich zwei ein Junge und ein MĂ€dchen.
00:25:08: also ersetzt sich den Anker etwas das fehlt durch zwei neue BlÀtter.
00:25:15: auf beiden steht ein Kind unseres Vaters.
00:25:20: zunÀchst lege ich sie genau dorthin wo vorher der alte Anker lag ans Fenster neben Michael.
00:25:27: Dann leide ich Kerstin und Jonas ein, sich nebeneinander aufzustellen mit Blick auf die beiden neuen Anker.
00:25:34: Michael bleibt zunÀchst wo er ist!
00:25:37: Ich gebe beiden die SĂ€tze vor.
00:25:40: Kerstine spricht als Erste.
00:25:43: Ihr seid die Kinder unseres Vaters â genau wie wir.
00:25:47: Wir wussten nichts von euch oder wir wollten nichts von Euch wissen.
00:25:52: Das tut mir Leid.
00:25:55: Ab heute habt ihr einen Platz.
00:25:58: Ihr gehört zu
00:25:59: uns.".
00:26:01: Sie weint.
00:26:02: Diesmal sind es aber andere TrÀnen als am Anfang der Sitzung!
00:26:06: Dann Jonas, er setzt zweimal an.
00:26:10: Dann spricht er dieselben SĂ€tze ohne ein einziges Grinsen, aber mit zitternder Stimme und er fĂŒgt von sich aus hinzu â Ich habe euch gesehen damals Und ich hab mich weggedreht.
00:26:25: Das mach' ich nicht mehr.
00:26:28: Als Jonas fertig ist, schaut er noch einmal auf die beiden Anker.
00:26:32: Da fehlt noch jemand", sagte der Frau, ihre Mutter.
00:26:36: Die saĂ ja auch mit am Tisch.
00:26:38: Er hat Recht!
00:26:39: Ich beschriffte ein weiteres Blatt â Mutter der beiden Kinder.
00:26:44: Jonas legt neben den Kindern dem Bodenanker ein kleines StĂŒck nĂ€her zum Vater.
00:26:51: Zu einem Familiensystem gehören eben nicht nur die Kinder sondern auch ihre Eltern.
00:26:57: Auch heimliche Partnerinnen und Partner haben dort einen Platz, vor allem eben wenn aus der Verbindung Kinder hervorgegangen sind.
00:27:06: Solange die Mutter ausgeblendet bleibt können auch ihre Kinder nicht wirklich ankommen.
00:27:12: Erst wenn sie gewĂŒrdigt wird ist das Bild vollstĂ€ndig Und so haben wir dann noch ein Blatt fĂŒr die Mutter von Kerstin Michael und Jonas dazu gelegt.
00:27:25: Aber ich gebe Dann kehrst ihn und Jonas die SĂ€tze vor, an die Mutter der Kinder in Thailand gerichtet.
00:27:33: Du bist die Mutter des Kindes unseres Vaters!
00:27:37: Du warst offensichtlich ein Teil seines Lebens â auch wenn wir nichts davon wussten.
00:27:44: Unsere Mutter war seine Frau âŠ.
00:27:47: aber auch du hast einen PlatzâŠ.
00:27:49: Wir achten euch beideâŠ.
00:27:52: Und wir danken dir dass du unsere Geschwister groĂgezogen hast.
00:27:58: Kerstin muss an dieser Stelle schlucken, das fĂŒhlt sich an als ob ich Mama verrate.
00:28:04: SpĂŒr mal genau hin, lade ich sie ein.
00:28:07: Nimmst du deiner Mutter etwas weg wenn diese Frau auch einen Platz bekommt?
00:28:12: Kersting schlieĂt kurz die Augen dann schĂŒttelt sie den Kopf.
00:28:17: nein, Mama bleibt Mama.
00:28:19: Gegenteil es wird eher ruhiger.
00:28:22: Jetzt wenden sich beide an den Anker des Vaters.
00:28:26: Ich gebe vor, Papa du hast uns etwas verschwiegen â das war deine Entscheidung!
00:28:34: Die Folgen haben wir getragen jeder auf seine Weise.
00:28:39: Jetzt geben wir dir das Geheimnis zurĂŒck.
00:28:42: es gehört zu dir und deine Kinder in Thailand bekommen ihren Platz bei uns.
00:28:51: Ich stelle mich noch einmal auf den Anker des Vaters.
00:28:54: Etwas hat sich verÀndert!
00:28:57: Der Sog zum Fenster ist weg, stattdessen breitet sich eine tiefe Ruhe aus â fast so als ob dieser Mann zum ersten Mal alle seine Kinder auf einmal anschauen
00:29:10: kann.".
00:29:12: Dann wende ich mich an Michael.
00:29:14: Ich lade ihn ein, sich zu den beiden Ankern umzudrehen und ihnen zu sagenâŠ.
00:29:20: Ich habe zwölf Jahre lang drauĂen gestanden, ohne zu wissen dass ich an eurer Stelle stehe.
00:29:28: Jetzt habt ihr euren eigenen Platz!
00:29:31: Ich muss ihn nicht mehr fĂŒr euch
00:29:34: halten.".
00:29:36: Michael atmet tief aus.
00:29:38: Seine Schultern sinken und er dreht sich um und steht zum ersten Mal am Tag mit dem Gesicht seiner Familie.
00:29:50: Willst du zu deinen Geschwistern gehen, frage ich.
00:29:53: Er nickt!
00:29:54: Langsam geht er durch den Raum.
00:29:57: Kerstin und Jonas machen Platz.
00:30:00: Köstin, Jonas, Michael.
00:30:03: In der Reihe nach wie sie geboren sind.
00:30:07: Unterneben als JĂŒngste die beiden Kinder aus Thailand.
00:30:12: Ich lege ihre Anker dazu.
00:30:15: Den Anker ihrer Mutter lege ich direkt hinter die beiden, sodass sie ihren Kindern den RĂŒcken stĂ€rkt.
00:30:22: Kerstin legt Michael die Hand auf den Arm â er lĂ€sst es zu!
00:30:27: Beide scheinen verwundert.
00:30:30: Komisch sagt er nach einer WeileâŠ.
00:30:32: Ich stehe zum ersten Mal nicht am Rande.
00:30:36: Zum Schluss lade ich alle drei ein noch einmal auf den Anker weitblickreisen zu
00:30:41: schauen."
00:30:43: Ich will die Firma, nicht weil ich es allen recht machen muss sondern weil ich sie liebe.
00:30:52: Ich liebe diese Arbeit!
00:30:53: Sie macht mir so viel
00:30:54: SpaĂ!".
00:30:57: Michael schaut auch lange
00:30:58: hin."Ich
00:31:00: muss ihn nicht mehr verkaufen um wegzukommen", sagt er dann.
00:31:03: Wir setzen uns wieder in die Sessel.
00:31:06: Die Keksel liegen noch unberĂŒhrt.
00:31:09: Jonas schaut kurz zur Kaffeemaschine und bleibt sitzen.
00:31:17: ganz im Sinne von Virginia Satir.
00:31:20: Jeder sagt drei Dinge, was fĂŒhle ich gerade?
00:31:24: Was will ich und was brauche ich von euch?
00:31:28: Kein Beschwichtigen, kein Anklagen, kein Ablenken â einfach nur sagen, was ist!
00:31:35: Kerstin beginnt.
00:31:37: Ich fĂŒhl mich erleichtert tatsĂ€chlich und gleichzeitig traurig.
00:31:42: Ich will die Firma weiterfĂŒhren und ich habe Angst dass sie mir das ĂŒbeln nimmt.
00:31:48: Ich brauche von euch, dass ihr mir sagt wenn euch etwas nicht passt und zwar bevor es zum Anwalt geht.
00:31:56: Michael lacht kurz auf dann wird er ernst.
00:31:59: ich fĂŒhle mich ehrlich gesagt ziemlich durcheinander!
00:32:04: Ich wollte nie das Geld.
00:32:05: ich wollt dass ihr merkt dass ich weg bin.
00:32:08: irgendwie wollte ich euch so wie bestrafen?
00:32:11: Ich weiĂ auch noch nicht ob ich wieder in die Firma will aber ich will nicht mehr der sein der drauĂen steht Und ich brauche von euch, dass ihr mir nicht wieder rausdrĂ€ngt.
00:32:22: So habe ich es gefĂŒhlt wenn ich mal wieder unbequem
00:32:24: bin.".
00:32:26: Dann ist Jonas dran erholt Luft?
00:32:28: Ich hab Angst vor dem was wir in Thailand finden und ich will trotzdem hinschauen mit euch!
00:32:36: Ich brauche das.
00:32:37: ihr mir sagt wenn ich wieder anfange vom Kaffee zu reden.
00:32:41: jetzt lachen alle drei zusammen Und dann passiert etwas, dass ich in Aufstellungen immer wieder erlebe.
00:32:49: Die Sachfrage ĂŒber die sie monatelang so hartnĂ€ckig gestritten haben klĂ€rt sich plötzlich fast wie von selbst.
00:32:58: Kerstin fĂŒhrt das Unternehmen weiter â ĂŒber die Anteile wollen Sie sich in Ruhe und gemeinsam beraten lassen!
00:33:13: wĂŒrde ich gern derjenige sein, der nach Chiang Mai fliegt.
00:33:18: Kerstin und Jonas schauen sich an â und nicken!
00:33:23: Sechs Wochen spÀter bekomme ich eine Mail von Kerstine.
00:33:27: Sie haben ĂŒber die Partneragentur Kontakt nach ChiANG Mai aufgenommen.
00:33:32: Die Mutter der beiden Kinder hat geantwortet.
00:33:35: Die beiden sind inzwischen junge Erwachsene.
00:33:39: Sie wussten die ganze Zeit, dass sie in Deutschland Geschwister Und sie haben sich gefreut, dass sich endlich jemand meldet.
00:33:49: Im FrĂŒhjahr will Michael hinfliegen â die beiden anderen ĂŒberlegen mitzukommen!
00:33:57: Und sobald die Vaterschaft rechtlich geklĂ€rt ist, sehen Sie natĂŒrlich auch Erben des Vaters, mit allen Folgen fĂŒr das Erbe und fĂŒr Weitblick reisen.
00:34:08: Was es genau bedeutet klÀren die drei gerade mit einem Anwalt.
00:34:13: aber das eigentlich erstaunliche Keiner von Ihnen wehrt sich dagegen.
00:34:18: Michael hat es so gesagt, Sie gehören dazu â dann gehören sie auch hier
00:34:23: dazu.".
00:34:25: Ganz am Ende ihrer Mail schreibt Kerstin noch einen Satz.
00:34:30: Wir streiten ĂŒbrigens immer noch manchmal aber jetzt ganz anders!
00:34:36: Mich.
00:34:36: jede Aufstellung bringt so schnell so viel ans Licht und nicht jedes Familiengeheimnis lĂ€sst sich in einer einzigen Sitzung lösenâŠ.
00:34:46: Manchmal braucht es mehrere Schritte, manchmal auch zusÀtzliche Begleitung.
00:34:51: Das sei an dieser Stelle auch erwÀhnt!
00:34:55: Aber die Sitzung zeigt sehr schön wie eng Konflikte und Familiengeschichte zusammenhĂ€ngen können â und wie sehr sich ein Streit verĂ€ndert wenn das was darunter liegt endlich einen Platz bekommt.
00:35:11: Und bevor wir uns fĂŒr heute verabschieden Wenn diese Folge dich berĂŒhrt hat oder wenn du an jemanden denkst, der gerade mit seiner Familie im Klinch liegt dann leite sie sehr gerne weiter.
00:35:24: Manchmal ist das genau der AnstoĂ den jemand braucht.
00:35:28: Und jetzt zu dir?
00:35:30: Vielleicht hast Du Dich ja schon in Kerstin Michael Jonas oder Gerhard wieder erkannt.
00:35:36: Dann nimm doch eines mit Die Art, wie du dich in Konflikten verhÀltst ist kein Charakterfeder.
00:35:42: Sie ist ein Muster eine Ăberlebensstrategie die du einmal aus gutem Grund gelernt hast.
00:35:49: und was man gelernt hat kann man auch verÀndern.
00:35:52: also wenn du magst stell dir zwei Fragen.
00:35:56: erstens welches Muster springt bei dir an?
00:35:59: Wenn es eng wird gehst du in den Angriff oder gibst du schnell nach, damit wieder Ruhe und Frieden herrscht.
00:36:09: Ziehst du dich hinter Fakten und Argumente zurĂŒck?
00:36:12: Machst du ein Witz oder redest ĂŒbers Wetter?
00:36:17: Also beim nĂ€chsten Konflikt wenn du magst spĂŒre einmal drauf was du bewusst tust.
00:36:23: dann fragt dich von wem habe ich denn das gelernt?
00:36:27: zweite Frage natĂŒrlich gibt es jemandem der ausgeschlossen ist ĂŒber den nicht geredet wird.
00:36:34: Das muss nichts bedeuten, aber es kann natĂŒrlich ein Hinweis darauf sein dass irgendwer aus irgendeinem Grund oder gibt's natĂŒrlich viele ausgeschlossen ist und das das dann irgendwie auf ganz verrĂŒckten Wegen manchmal bei jemand anderem landet.
00:36:51: Und solche Themen lösen sich am besten mit jemanden an deiner Seite der damit Erfahrung hat!
00:36:58: Und wenn du also ein eigenes Konfliktmuster jetzt mal genauer unter die Lupe nehmen möchtest, am einzwanzigsten, zwanzigste Oktoberabend zum Neunzehn Uhr findet mein kostenloser Workshop raus aus dem Konfliktein in die Klarheit statt.
00:37:15: Dort lernst es zu erkennen dein eigenes Muster und natĂŒrlich auch wie du bei dir bleiben kannst, wenn das richtig knallt â wie du also angemessen fĂŒr dich eintreten kannst!
00:37:27: Denn eins hat diese Familie uns heute auch gezeigt.
00:37:31: Ein Konflikt ist nicht immer ein Zeichen dafĂŒr, dass etwas kaputt ist â manchmal ist er der Moment in dem endlich etwas ans Licht kommen möchte!
00:37:42: Und wenn dich das was du heute gehört hast neugierig gemacht habt auf Aufstellungsarbeit und die Verbindung von Familienunternehmen auf das was in einer einzigen Sitzung möglich Dann schau doch gerne mal auf meine Website www.wildwechsel-nlp.witz.
00:38:03: Da findest du mein gesamtes Angebot von den NLP Ausbildungen ĂŒber die Familienaufstellungen bis zum Einzelcoaching.
00:38:13: Die nĂ€chste Familienaufstellung ist der vierzwanzigste und fĂŒnfzwanziger Oktober.
00:38:19: Kannst dich auch direkt anmelden Und wenn Du selber lernen willst, Aufstellung zu leiten Schau dir doch mal die Coaching-Ausbildung an, gehen im nĂ€chsten FrĂŒhjahr wieder los.
00:38:30: Die Links dazu findest du wie immer in den Show Notes.
00:38:35: und jetzt lass es dir gut gehen.
00:38:38: bis zum nÀchsten Mal!
00:38:40: Bis dahin deine Susanne.
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